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Häufige Fragen, die Sie interessieren könnten

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Dopplerultraschall – was ist das?
Der Dopplerultraschall oder die Dopplersonografie dient als zusätzliche Untersuchung der Überwachung von Risikoschwangerschaften. Sie beruht auf den physikalischen »Dopplereffekt« und stellt die Richtung und die Geschwindigkeit des Blutflusses in den kindlichen und mütterlichen Gefäßen dar. Der Dopplerultraschall gibt – gemeinsam mit der Beurteilung des kindlichen Wachstums, der Fruchtwassermenge und der Plazentareifung – Aufschluss über den Versorgungszustand und das Wachstum des Ungeborenen sowie die Funktion der Plazenta.
Dreidimensionaler Ultraschall (3D/4D Ultraschall)
Der 3D-Ultraschall erlaubt die räumliche Darstellung des ungeborenen Kindes sowie dessen Organe und Körperpartien. Ein um die Dimension der Zeit erweitertes Verfahren des 3D-Ultraschalls ist der 4D-Ultraschall, er ermöglicht die räumliche Darstellung in Kombination mit Bewegung in Form eines Films.
Entbindungstermin – wie lässt er sich berechnen?
Der voraussichtliche Entbindungstermin wird nach der so genannten Nägel'schen Regel errechnet. Zunächst werden sieben Tage zum ersten Tag der letzten Regelblutung addiert, anschließend werden drei 3 Monate subtrahiert. Hat die letzte Regel beispielsweise am 1.1. begonnen, ist der voraussichtliche Entbindungstermin der 7.10. (7 Tage dazu, 3 Monate weniger).
Generell sollte man eine Differenz von plus/minus zehn Tagen einplanen.
Ersttrimester-Screening – was ist das?
Das Ersttrimester-Screening, bestehend aus sonographischen (Ultraschall) und biochemischen (Blut) Untersuchungen, ermöglicht eine Diagnostik mit einer Erkennungsrate etwaiger Entwicklungsstörungen von über 90 Prozent.

Im ersten Drittel der Schwangerschaft wird eine Nackenfaltenmessung (Nackentransparenz, NT) mittels Ultraschalluntersuchung im Bereich des kindlichen Nackens durchgeführt. Sie erfolgt am selben Tag wie die Blutabnahme für den free ß-HCG-Test und den PAPP-A-Test zur Abschätzung des individuellen Risikos für Trisomie 21 in der SSW 11+0 -13+6, vorzugsweise jedoch in der SSW 12+0 -13+0.

Messung und Blutuntersuchung dienen - in Kombination mit dem mütterlichen Alter - der Risikoberechnung für Schwangere, die einen sichereren Ausschluss der Trisomien und anderer erkennbarer Störungen der Chromosomen wünschen.
Impfungen in der Schwangerschaft – welche sind erlaubt?
Lebendimpfstoffe wie Masern, Mumps, Röteln und Varizellen sind absolut verboten. Gleiches gilt für Gelbfieber sowie Schluckimpfungen gegen Cholera und Typhus. Eine Ausnahme ist die Poliomyelitis, da ausreichende Erfahrungen mit diesem Lebendimpfstoff vorliegen. Nach strenger Indikationsstellung – also nur bei absoluter Notwendigkeit – lässt sich mit Totimpfstoffen prinzipiell impfen.
Nackenfaltenmessung – was ist das?
Die Nackenfaltenmessung (Nackentransparenz, NT) mittels Ultraschall ist der mit Abstand wichtigste Marker zur Früherkennung fetaler Entwicklungsstörungen. Die Messung der fetalen Nackentransparenz im Bereich des kindlichen Nackens erfolgt im ersten Drittel der Schwangerschaft. Sie allein ist in der Lage, mehr als 70 Prozent der Schwangerschaften mit Trisomie 21 zu erkennen.
Pränataldiagnostik – gibt sie absolute Sicherheit?
Nein. Pränataldiagnostische Maßnahmen können nicht die Geburt eines gesunden Kindes garantieren. Das so genannte Basisrisiko, ein Kind mit einer mehr oder weniger schwerwiegenden Störung zur Welt zu bringen, liegt bei etwa fünf Prozent.
0,5 % aller Neugeborenen leiden an einer medizinisch relevanten Chromosomenstörung, 1% haben eine Erkrankung, die auf die Wirkung eines Einzelgens zurückzuführen ist, 2% weisen eine körperliche Fehlbildung auf und 1,5% kommen mit einer anderen erblich (mit-)bedingten oder durch äußere Ursachen entstandenen Erkrankung zur Welt.
Pränataldiagnostik – wann ist sie bei mir angezeigt?
Zu empfehlen ist die Pränataldiagnostik vornehmlich Risikoschwangeren: Frauen unter 18 oder über 35 Jahren, Schwangeren mit zurückliegenden Fehlgeburten, Frauen aus Familien mit Erbkrankheiten, Müttern von Kindern mit genetischem Defekt oder angeborener Stoffwechselerkrankung. Weitere Gründe sind ein verdächtiger Ultraschallbefund oder ein auffälliger Triple-Test.
Generell dient die Pränataldiagnostik dazu, Befürchtungen der Schwangeren nachzugehen und – wenn möglich – abzubauen.
Pränataldiagnostik – welche Risiken bestehen?
Das wesentliche Risiko eines invasiven Eingriffs zum Zweck der Pränataldiagnostik ist die Auslösung einer Fehlgeburt. Das Risiko einer Fehlgeburt nach Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) liegt zwischen 0,5 und 0,7 Prozent. Nach Chorionzottenbiopsie liegt das Fehlgeburtsrisiko etwas höher, nach einer Nabelschnurpunktion wird es mit drei bis vier Prozent angegeben.
Pränataldiagnostik – wozu eigentlich?
Die pränatale Diagnostik dient dazu, embryonale und fetale Störungen in der Entwicklung zu erkennen. Zwischen zwei und vier Prozent der Neugeborenen kommen mit einer Krankheit, Auffälligkeit oder Behinderung auf die Welt. Im ersten Schwangerschaftsdrittel sind Störungen sogar noch häufiger zu erwarten.
Mittels Pränataldiagnostik lassen sich Auffälligkeiten und Störungen der Schwangerschaft weitestgehend ausschließen und die Gesundheit des ungeborenen Kindes mit hoher Sicherheit bestätigen. In der Schwangerschaft auftretende Probleme (z.B. Herzfehler) lassen sich bei frühzeitiger Kenntnis besser behandeln.
Quadruple-Test – was ist das?
Der Quadruple-Test dient der Untersuchung der mütterlichen Hormonwerte AFP, hCG, freies Estriol und Inhibin A. Möglicher Zeitpunkt für die Durchführung ist die Woche 14+0 bis 19+6. Infolge einer Erkennungsrate für eine Trisomie 21 von etwa 81 Prozent ist der Quadruple-Test im Fall des Versäumnisses eines Ersttrimester-Screenings eine geeignete Alternative für eine möglichst hohe Erkennungsrate für eine Trisomie 21.
Triple-Test – was ist das?
Mittels Triple-Test kann der Arzt abschätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Schwangere ein Baby mit einer Chromosomenstörung bekommt. Zu diesem Zweck wird das der Schwangeren entnommene Blut auf bestimmte Hormone und Eiweißstoffe untersucht. Seit der Nackentransparenzmessung, die sich früher durchführen lässt, wird der Triple-Test fast nicht mehr angewandt. Er ist weitgehend vom Quardruple-Test, der ab der 16. SSW durchgeführt werden kann, ersetzt worden. Die Frauenarztpraxis Dr. med. Hans-Peter Hagenah zählt zu den wenigen Praxen, die diesen Test anbieten.
Ultraschalluntersuchung – wozu?
Ultraschalluntersuchungen sind vor allem dann sinnvoll, wenn sie zu Zwecken der pränatalen Diagnostik von einem ausgewiesenen Fachmann durchgeführt werden. Verdachtsdiagnosen, die sich im Nachhinein nicht bestätigen, gilt es zu vermeiden – sie können zu unnötigen Folgeuntersuchungen und Verunsicherung der Schwangeren führen.
Eine Ultraschalluntersuchung sollte bei bestimmten Befunden zu Konsequenzen führen, beispielsweise bei Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind oder bei extrem verringerter Fruchtwassermenge. Bestimmte Erkrankungen des Kindes wie etwa Hydrocephalus ("Wasserkopf"), Spina bifida ("offener Rücken") oder Herzfehler legen die Erwägung einer Geburt per Kaiserschnitt oder in einer Klinik mit Kinderklinik-Anbindung nah.
Neben medizinischen Informationen bietet der Ultraschall die Möglichkeit, werdenden Vätern einen besseren Einblick in die Schwangerschaft zu ermöglichen und einen stärkeren inneren Bezug zum Kind aufzubauen.



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Diakoniekrankenhaus Rotenburg
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Pränatal-Diagnostik und Geburtshilfe

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